Live beim B&W Bluesfestival Halle 2007
Foto: Collin Klostermeier

Presse-Zitate

Jessy rockt, bis es kracht!“
Konzertnachlese Ducksteinfestival, Kieler Nachrichten, 31.08.2011

Aufpeitschende Rhythmen und Soli voll kühler Ekstase – schwer zu toppen!“
Konzertnachlese, Fürther Nachichten, 30.08.2011

Die Mischung geht unter die Haut!“
Konzertnachlese Blues im Hof, Allgemeine Zeitung Rhein/Main, 04.07.2011

Powerfrau mit grandioser Stimme!“
Konzertnachlese Hachenburger Kultursommer, WW-Kurier, 02.07.2011

Eine gewaltige junge Blues- und Soulröhre“
Konzertnachlese Kulturmärz, Holsteiner Allgemeine, 02.03.2011

Dieser Crew gehört die Zukunft!“
Konzertnachlese Bluesfestival, Kieler Nachrichten, 21.02.2011

Mal Vamp, mal Vulkan - Energiebündel Jessy Martens riss das Publikum im KulturForum mit“
Konzertnachlese Kulturforum, Kieler Nachrichten, 28.10.2010

Jessy Martens verzaubert die Residenz“
Konzertnachlese 15.Detmolder Blues-Fest, Lippisches Kultur-Journal / Lippische Landes-Zeitung , 12.10.2010

Die 23-jährige Sängerin röhrte los, dass es eine Freude war!“
Konzertnachlese Lahnsteinbluesfestival, Rhein-Zeitung, September 2010

Welch eine Sängerin! - Jessy Martens trumpft zum Ende der Schloss-Saison auf“,Konzertnachlese Sonntag ans Schloss, Saarbrücker Zeitung,31.08 2010

Atemberaubend!“,
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 08.02.2010, Konzertnachlese Bischofsmühle Hildesheim

Eine Röhre, die ohne Zweifel als die beste derzeitige Blues Stimme Deutschlands bezeichnet werden kann.“ ,
Konzertnachlese, Verdener-Aller-Zeitung, 18.01.2010

Blues Lady mit einer grandiosen Stimme!“
Konzertnachlese, Staudach-Egerndacher Notizen, 11.Dezember 2009

Hundertfünfzig Zentimeter Energie rocken den Mühlwinkl! Mitreißendes Konzert von Jessy Martens auf der Staudacher Musikbühne“
Konzertnachlese, Traunsteiner Tageblatt 12.12.2009

Brodelnd, explosiv, entfesselt - die Musik der Sängerin Jessy Martens (…) ging direkt ins Blut“,
Konzertnachlese Stadthaus, Cellesche Zeitung, 21. September 2009

Jessy Martens reißt das Publikum in einen Strudel aus Blues-Nummern, in dem man gerne mit ihr versinkt.“,
Konzertnachlese Hummers Kultursalon, Peiner Allgemeine Zeitung, 16.03.2009

musikalischen Hochgenuß
Konzertnachlese Alte Kornbrennerei
„Verdener-Aller Zeitung“, Juni 2008

ein Bluesabend der Spitzenklasse!“
Konzertnachlese Schönberger Jubiläumsprogramm
„Probsteier Herold“; Februar 2007 

Atemberaubend
Konzertnachlese Riverboatshuffles auf dem Chiemsee
„Traunsteiner Tageblatt“ 2007

Die 19-Jährige begeisterte … und wurde frenetisch gefeiert“
Konzertnachlese Folknächte Hohwacht

„…eine ganz Große von morgen“
Konzertnachlese 5. Rhythm + Blues Festival in Halle 2007.
Westfahlen Blatt, 03.11.2007

Ihr kraftvoller Gesang zog die (1750) Zuhörer in den Bann,…“
Konzertnachlese Rhythm + Blues Festival in Halle 2007. Haller Kreisblatt , 03.11.2007

„…eine erstaunlich reife Stimme sowie eine energiegeladenen Bühnenpräsenz!“
Konzertnachlese Rhythm + Blues Festival in Halle 2007
Bluesnews Magazin Nr.52

derzeit beste Bluesstimme Deutschlands!“
Konzertnachlese Lichtwerk Schmallenberg
Online-Portal www.szene-insite.de, 31.10.2007

die nötige Röhre; …eine rauchig beseelte Stimme, …, die ganz ohne Pathos gewaltig unter die Haut geht!“
Konzertnachlese Hamburger Fabrik
Die „Welt“ 11.08.2007

brodelndes sexy Bluesgebräu, das ... nach längst verfallenen Barrelhouses...klingt“ ist in der Presse die Rede, und dass die Sängerin „schon so viel Verve, Charisma und musikalische Kraft in der Stimme hat, dass man unwillkürlich manch erfahrener Kollegin einen Wechsel in ein anderes Fach empfehlen wollte!“
Konzertnachlese Jazzcafe, „Kieler Nachrichten“, 25.06.2006


CREDITS

Eine herausragende Band“ (Leo Gehl, Deutschlandfunk)

Red hot steamy, blues, rock and soul. A pleasure to listen to and a hell of a ride” (Julian Sas)

Eine Stimme zum Niederknien!“ (Joe Brookes – rocktimes online magazine)

Das Mädel ist Oberklasse!“
Toscho Todorovic (Blues Company)

Weltklasse!“ (Micha Maass, Crazy Hambones))

"Der Hammer! Auf eine solche Bluespower haben wir lange warten müssen!" 
(Georg Schroeter, Sieger der International Blues Challenge in Memphis 2010)

You knocked me out! Jessy, keep on crying, baby!“ (Big Daddy Wilson)

"Überwältigend: die Wucht ihrer Bühnenpräsenz, die Frische und Reife ihrer einmaligen Stimme." (Abi Wallenstein)

Es ist ein Geschenk, dass es sie gibt.“
Gerhard Klußmeier, Vorstand Swinging Hamburg e. V.

  Kieler Nachrichten, 31.08.2011
Konzertnachlese Ducksteinfestival
Jessy Martens + Band mit Eventprogramm
von Dieter Hanisch

Jessy tanzt, Jessy lacht, Jessy rockt, bis es kracht

Die neue Hamburger Favoritin für den German Blues Award, Jessy Martens, eroberte das Duckstein Festival

Kiel. Klaus, Lukas und Marc – die Meteorologen streiten über den genauen Namen des Sturmtiefs vom vergangenen Freitag – wollten über Kiel Regie führen und schoben dunkle Wolkenbilder über das Gelände des Duckstein-Festivals, doch Jessy Martens gab auf der Hauptbühne erst nach eingebrochener Dunkelheit Zepter und Mikro aus der Hand und überzeugte bis zum Konzertabbruch mit einem eindrucksvollen Auftritt.

Eine kleine, eigentlich unbedeutende Nebenrolle spielt im Gesamtszenario auch noch der im Publikum hockende Stefan (oder Stephan?), denn mit dem witzelt die junge Bluesprinzessin zwischen den Songs. Manch einer sieht gar jetzt schon eine Blueskönigin in der kleinen Hamburgerin mit der gewaltigen Stimme, doch für die Thronfolge hat sie noch alle Zeit der Welt. Geradezu blitzartig ist in den letzten Jahren ihre Karriere verlaufen, und eigentlich ist schon jeder Song von ihr samt Band ein donnernder Beweis dafür, warum das Quintett zu den Favoriten für die diesjährigen German Blues Awards zählt. Nicht umsonst steht der Name der jungen Lady in Schwarz im Fokus, denn sie ist der Hingucker schlechthin: Jessy tanzt, Jessy lacht, Jessy rockt, bis es kracht! Was sich hier wie Kindermund-Poesie anhört, spielt sich in real ganz genau so auf der Bühne ab, wenn das Energiebündel nicht zwischendurch das Bad in der Menge sucht wie bei der Hommage an Koko Taylors Let The Juke Joint Jump.

Und sie erweist auch der Soul-Ikone Aretha Franklin ihre Ehre, indem sie Respect und Chain Of Fools in den tropisch anmutenden Abendhimmel schmettert. Das Duffy-Cover Mercy gehört sowieso fest zur Setlist, springt doch spätestens bei diesem Stück der letzte Groove-Funken über. You Can Stay But The Noise Must Go, ein Funk-Hit durch Johnny Guitar Watson aus der Feder von Walter „Wolfman“ Washington, unterstreicht das facettenreiche Programm. Mit Son Of A Preacher Man reiht sich Jessy Martens ein in die Reihe großer Namen, die Dusty Springfields Megahit kopiert haben wie etwa Janis Joplin, einmal mehr Aretha Franklin, Joss Stone oder Sarah Connor. Die Eigenkompositionen Mama Don’t Play und One Minute Love bedienen insbesondere die rockige Seite der Hanseaten, während es sich bei Touch My Blues Away um einen Slow-Blues handelt – bei jedem Ton einfach catchy, auch weil Roman Werner an der Gitarre das passende Feeling auf die Saiten umleitet. Nicht minder gelungen, wenn auch mit weniger Aufwand kommt dann das locker-leichte Black Horse And The Cherry Tree daher, im Original von KT Tunstall, bei dem Jessy Martens sich von Werner und dem eigentlich Bassisten Tom Rohloff auf akustischen Gitarren begleiten lässt.

Drei Songs vor dem geplanten Ende kappt die sogenannte höhere Gewalt, die immerhin tatsächlich von oben kommt, den Gig: Peitschender Starkregen und ein gewaltiges Gewitter….

  Fürther Nachichten 30.08.2011
Konzertnachlese Grüne Halle
Jessy Martens + Band
von Sigrun Arenz

Frischer Nordwind

Jessy Martens weckte die Grüne Halle in Fürth auf

Fürth  - Die Grüne Halle kriegt den Blues. Im ersten Konzert des vierten Sets der „Turn Out“-Reihe mit amerikanischer Musik legte Jessy Martens mit ihrer Band einen brillanten, wahrscheinlich schwer zu toppenden Auftakt in Sachen Blues hin.

Blues-Talent mit reichlich Power: Jessy Martens machte den Fürthern zum Auftakt des neuen „Turn out“-Sets Beine.

Nicht nur, dass die Band einfach gute Musik spielt, vom Klassiker bis hin zu Eigenkompositionen, sie spielt sie auch einfach gut. Roman Werner an der Gitarre, Jan Fischer am Keyboard, Bassist Tom Rohloff (Bass) und Schlagzeuger Christian Kolf beherrschen die ganze Bandbreite von coolen, zurückgenommenen Beats bis hin zu aufpeitschenden Rhythmen und hörenswerten, ins Blut gehenden Soli voll kühler Ekstase.

Jessy Martens spielte in Fürth zudem sympathisch auf Risiko: Statt der merklichen Vorliebe des zahlreich erschienenen, in Teilen begeisterten, aber auch unnachahmlich phlegmatischen Publikums nach passiver Berieselung nachzugeben, animierte die zierliche Sängerin aus Hamburg unermüdlich zum Mitgestalten des Abends. Sie schreckte nicht einmal vor potenziell desaströsen Drohungen zurück („Sonst brech’ ich den Song sofort ab“) und schaffte es nach einigen Rückschlägen („Das war die Kirchenchorvariante, das Ganze jetzt noch mal dreckiger und mit Nikotin in der Stimme“), die Mitmenschen in der Grünen Halle mit Schmackes aufzuwecken.

Spätestens bei „Son of a Preacherman“ gingen die Leute dann so richtig mit und belohnten die Mühe. Die absolute Bühnenpräsenz, die das Publikum keinen Augenblick alleine lässt, die mal dunkel verhauchte, dann kräftig auftragende Stimme und die ständig spürbare Tatsache, dass Jessy Martens und ihre Mitstreiter selbst schlicht und einfach Spaß haben an ihrer Musik, bilden eine Mischung, die immer neu und aufregend bleibt.

Auch die Auswahl und Präsentation der Stücke trägt dazu bei, dass keine Langeweile aufkommt. Neben viel klassischem Blues gab es rockige Anklänge und Elemente von modernem Pop, eine Stil-Spielerei, die dennoch im Wesen kohärent blieb. Überzeugend auch die Eigenkompositionen der Band, einmal ein wogender, weiter 6/8-Takt als Grundlage, in dem Martens’ Stimme viel Platz hat, der Gesang sich lakonisch und doch lasziv ausbreiten kann, orgiastisch anwachsend, plötzlich innehaltend, um dann alles wegzuschwemmen in einem lauten, die Dämme brechenden Finale.

  Göttinger Tageblatt, 01.08.2011
Konzertnachlese Kultursommer
Jessy Martens und Jan Fischers Blues Support
von Jonas Rohde

Reife Leistung von junger Röhre

Kultursommer im Rathaus: Jessy Martens und Jan Fischers Blues Support

Es wird in vielen Musikrichtungen bekanntlich nur allzu schnell herausposaunt, man hätte wieder ein neues Wunderkind gefunden. Schnell werfen die Medien mit Superlativen um sich und ebenso schnell ist der Spuk dann auch meistens wieder vorbei. Auch die Bluessängerin Jessy Martens, die im Rahmen des Göttinger Kultursommers im Alten Rathaus gastierte, wird derzeit mit Lobhudeleien überhäuft, allerdings – das müssen jetzt jene, die ihre Stimme noch nicht kennen einfach glauben – völlig zurecht!

Das 23-jährige Energiebündel hat eine Stimme, die eigentlich auf ein höheres Alter schließen lassen dürfte. Da man das einer Dame aber nicht sagt, wäre es vermutlich klüger, die Reife, den dreckigen Verve und den Ambitus ihrer Röhre zu loben, der weder Höhen noch Tiefen vermissen lässt. Erstaunlich, wie selbstverständlich und ehrlich sie sich große Bluesnummern zu Eigen macht. So gab es mit Titeln wie „Stormy Monday“, „Mess Around“ und „Let the good Times roll“ zwar keine Eigenkompositionen zu hören, aber die Interpretationen waren zu jeder Zeit persönlich und auf hohem musikalischen Niveau. Denn wer es schafft, ein deutsches Publikum beim ersten Versuch auf zwei und vier klatschen zu lassen, versteht sein Handwerk.

Dass dies gelang, ist aber auch Martens‘ Band zu verdanken: Obgleich sie ihre Männer während des Auftritts merklich im Griff hatte, handelt es sich bei allen drei Instrumentalisten um ausgereifte und eigenständige musikalische Persönlichkeiten.

Daniel Paterok zeigte, dass er sich am Klavier souverän durch die Jazzgeschichte spielen kann, obwohl sein Schwerpunkt natürlich im Blues- und Boogiepiano liegt: Nach Belieben wechselte er zwischen klassischer Stride-Begleitung eines Art Tatum und subtileren Bebop-Voicings, die an Bud Powell erinnern.

Am Tenorsaxophon war mit Ralf Böcker ein alter Göttinger zu hören, dessen rußiger Ansatz wie eine Erweiterung von Martens Organ und die Sängerin intelligent begleitete. Aber auch als Solist muss sich Böcker nicht verstecken: Wie auch Paterok zeigte er, wie dicht Funk, Swing und Blues beieinander liegen können.

Am Schlagzeug saß mit Christian Kolf der wohl zurückhaltenste Zeitgenosse des Abends, was im positivsten Wortsinne verstanden werden darf. Wenn alle anderen Musiker permanent Feuer sprühen, braucht es wen, der einen kühlen Kopf bewahrt und die Band zusammenhält. Kolf gelang dies außergewöhnlich gut, stellte bei einem ausgedehnten und technisch wunderbar ausgeführten Drumsolo allerdings auch unmissverständlich klar, dass man seine Ruhe nie mit Schüchternheit verwechseln sollte.

Angesichts dieser kollektiven Leistung bleibt also nur, in den allgemeinen Chor der Begeisterung um Jessy Martens einzustimmen. In ihrem Falle ist sowieso nicht davon auszugehen, dass sie sich mit weniger zufrieden gibt.

  Saarbrücker Zeitung, 05.07.2011
Konzertnachlese „Sonntags ans Schloss“
Jessy Martens + Band

Publikum bejubelt Blues-Prinzessin Jessy Martens

Saarbrücken. Kaiserwetter und Zuhörermassen bei „Sonntags ans Schloss“. Als Gast zur Matinee hatte Programmhäuptling Claude Adam-Bretter vom Kulturforum des Regionalverbands Saarbrücken am vergangenen Wochenende Jessy Martens geladen. Wenn auch noch nicht als Kaiserin, so wird die 23 Lenze frische Sängerin aus Hamburg doch bereits als so etwas wie die Prinzessin des Blues made in Germany gefeiert. Ehrensache, dass Martens bei ihrem zweiten Besuch bei Saarbrückens beliebter „umsonst-und-draußen“-Reihe ihre Fans keineswegs enttäuschte und verdiente Ovationen erntete.

Nahezu komplett neu war ihre blutjunge Begleittruppe, die mit breitentauglichen Schwingungen zwischen Blues und Rock, Swing und Funkpower engagierte und grundsolide Basisarbeit leistete. Chef und Einziger der alten Besetzung war Tastenmann Jan Fischer, auffallendster Neuer der ebenso heißblütige wie flinkfingrige Gitarrist Roman Werner. Martens selbst entzückte einmal mehr mit ihrer rauchig-belegten Bluesstimme, mit natürlichem Singen und Shouten; da wirkte nichts gekünstelt oder bemüht. Oft hat ihr intensives Timbre etwas Todtrauriges, was freilich im Kontrast zu ihrer fidelen Erscheinung steht. Denn Jessy empfahl sich wieder als ausgesprochene Frohnatur, übertrieb diesmal freilich das Schäkern mit dem Publikum: ellenlange Ausflüge zwischen den Zuhörerbänken hindurch und ausführliches Gekraxel über zahlreiche Tische hinweg. Und dann immer wieder diese Mitsingübungen – dabei trabt man doch ans Schloss, um sie zu hören und nicht, um selbst zu singen.

Derlei hat eine Frau mit ihren Fähigkeiten nicht nötig: Eine, die sich mit einer starken und erfreulich dosiert zurückhaltenden Version von „Summertime“ verabschiedete.

  Allgemeine Zeitung Rhein/Main 04.07.2011
Konzertnachlese Blues im HofFrei-Laubersheim 
Jessy Martens + Band
von Heidi Sturm

Mischung geht unter die Haut

BLUES IM HOF „Jessy Martens & Band“ reißen Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin

Auf diesen musikalischen Kalender kann man sich verlassen: Wenn die alte Scheune bebt, muss es ein Samstagabend im Juli sein. Dann ist nämlich im urigen Anwesen Fröhlich „Blues im Hof“ angesagt, der sich längst einen festen Platz in der Festival-Szene erobert hat und auch wahre Blues-Größen in die Rheinhessengemeinde lockt. Zum Auftakt der neunten Konzertreihe in dieser ungewöhnlichen Kulisse sorgte ein „neuer Stern am Blues-Himmel“ für ein großartiges Musikerlebnis und riss die 250 teils aus Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern angereisten Gäste zu Begeisterungsstürmen hin.

Mit Jessy Martens & Band präsentierte sich auf der romantischen Musikbühne die Formation, die gerade drei Tage zuvor von Radiosendern, Fachpresse und Musik-Kritikern für den German Blues Award 2011 als „beste Bluesband“ nominiert wurde. Diese „Adelung“ haben sich die temperamentvolle „Blues-Lady“ und ihre Crew in kürzester Zeit verdient: Erst Ende 2010 hat sich die Band formiert, in der sich die einzelnen Talente kongenial verbinden und sowohl bei energiegeladenen Stücken als auch bei leidenschaftlichen Bluesballaden zu begeistern wissen. Roman Werner (Gitarre), Jan Fischer (Keyboards), Tom Rohloff (Bass) und Christian Kolf (Schlagzeug) bieten der nur 1,52 Meter großen und 23 Jahre jungen Hamburger Sängerin mit ihrer riesigen und reifen Röhre das nötige Fundament und den richtigen Groove, glänzen aber auch als Solisten.

Jessy Martens, die bereits mit 16 Jahren eine Musical-Ausbildung absolvierte und jahrelang als Solistin in Gospelchören sang, bevor sie ihre Leidenschaft für den Blues entdeckte, zog die Zuhörer mit ihrem kraftvollen Gesang und großer Hingabe sofort in den Bann, begeisterte mit ansteckend guter Laune und einer Bühnenshow voller Leidenschaft, zeigte sich unglaublich vielfältig: Mal sorgte sie als Vamp mit rauchiger Stimme für Gänsehaut, explodierte entfesselt wie ein Vulkan und brachte den Saal zum Brodeln, um dann wiederum die ganz, ganz leisen Töne anzuschlagen, bei denen man hätte fast eine Stecknadel fallen hören können. Diese erstklassige Mischung ging unter die Haut und ließ die Zeit nur so vorüber fliegen.

Hingerissen waren die Gäste auch vom ansteckend fröhlichen Geplauder und dem Charisma der Power-Lady: „Zwischen unseren Auftritten sind wir ganz, ganz viel am Probieren und schreiben ganz, ganz viele Songs für unser viertes Album“, verriet das kleine Energiebündel. Kostproben von dieser Scheibe, die im Oktober oder November erscheinen soll, durften die Gäste im Hof Fröhlich schon jetzt genießen und frenetisch feiern.

  WW-Kurier 02.07.2011
Konzertnachlese Hachenburger Kulturzeit
Jessy Martens + Band
von Katharina Anton

Blues bewegte Hachenburg

Das Hachenburger Publikum tanzte auf dem Alten Markt zur Blues-Musik von Jessy Martens. Die Powerfrau mit der grandiosen Stimme begeisterte das Publikum.

Hachenburg. So manch einer mag nicht schlecht gestaunt haben, als das Blues-Konzert mit Jessy Martens und Band am Donnerstagabend auf dem Alten Markt startete. Auf der Bühne stand eine kleine Frau – mit einer riesen Stimme. Bereits mit den ersten Takten ihres Eröffnungsstückes "Let the good times roll" haben Jessy Martens und ihre vier Musiker die Hachenburger in ihren Bann gezogen. Neben altbekannten Klassikern aus der Blues-Szene präsentierten sie aber auch aktuelle Charthits wie zum Beispiel "Mercy" von der walisischen Sängerin Duffy. Spätestens mit diesem Song brachte die kleine Powerfrau auch die letzten Hachenburger zum Tanzen und Mitsingen.

Doch ihr Talent zum Songwriting ist genauso groß wie ihre Stimme – und so begeisterten die Stücke "aus eigener Feder" (Jessy Martens) genauso wie der Rest der Show. Kurz gesagt: Die "Blues-Lady" – wohl gemerkt erst zarte 23 Jahre jung- hatte den gut gefüllten Marktplatz fest im Griff. Sie spielte mit dem Publikum, heizte die Menge an und schaffte somit den Ausgleich zu den fehlenden warmen Temperaturen am diesem Abend. Für die Hachenburger KulturZeit war dieses Konzert in der Reihe "Treffpunkt Alter Markt" mal wieder einer voller Erfolg und kann durchaus zu den Highlights des Hachenburger Open-Air-Sommers gezählt werden. (kat)

 

Lippische Landeszeitung, 30.04.2011

Konzertnachlese: Jessy Martens + Jan Fischer

Jessy Martens verzaubert die Residenz einmal mehr

Gelungener Auftritt in der Reihe "Schöner Gruß vom Blues!" vor ausverkauftem Haus

Detmold. Seine Freude wollte Dieter Kropp nicht verbergen. Nur knapp ein Dreivierteljahr nach dem zauberhaften Auftritt beim Blues-Fest war es ihm gelungen, Jessy Martens und Jan Fischer auch für "Schönen Gruß vom Blues" in die ausverkaufte Alte Schule am Wall zu locken. Die Zuschauer dankten schon zur Begrüßung mit reichlich Applaus.

Dann übernahm die junge deutsche Bluessängerin das Kommando in der Aula. Dabei bestach sie mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, die sich beim "Good Morning Blues" von einem auf den anderen Moment von einer rauchige Kellergewölbe assoziierenden Tiefe in glasklirrende Höhen aufschwang. Und Jessy Martens versteht es, trotz ihrer enormen Bühnenpräsenz auch den exzellenten Musikern an ihrer Seite Raum zu lassen.

Den nutzte vor allem der mit ihr seit sechs Jahren tourende Pianist Jan Fischer, der in seinen Soli fast ebensolche Ausstrahlung zu bieten hatte wie die Sängerin. Bestechend auch die Präsenz, mit der Jan Mohr seine E-Gitarre mal solistisch, dann wieder im Duett mit der Sängerin, dem Piano oder der Harp von Gastgeber Dieter Kropp oder auch unterstützt von Bassist Dirk Vollbrecht und Schlagzeuger Jochen Reich in Szene zu setzen vermochte. Der Gitarrist avancierte auch im Zuspruch der schon ganz zu Beginn ungewöhnlich aktiv mitgehenden Gäste zum Co-Star neben der strahlenden Jessy Martens.

Wie im Fluge hatte diese die erste gute Stunde mit Charme und ansteckender guter Laune, aber vor allem mit ihrer bluesigen Stimme vorbeirauschen lassen. Der Zauber, den sie im vergangenen Oktober in der Detmolder Stadthalle verbreitet hatte, blühte auch in der Aula der Alten Schule am Wall wieder auf.

Kribbeln in der Magenregion erzeugte sie bei ihrer Version des "Stormy Monday Blues". Das Stück habe sie vor sechs Jahren zum ersten Mal bewusst gehört. "Und mich darin verliebt", gestand sie eigene emotionale Bindung. Diese bestätigte sie anschließend in einer traumhaften klanglichen Kombination mit der E-Gitarre Jan Mohrs.

Zum absoluten Höhepunkt kam Jessy Martens dann zum Ende des mehr als zweistündigen Genusserlebnisses. Ihr betont gefühlvoller Einstieg in "Summertime" ließ den Saal zu einer nahezu gespenstigen Stille erstarren. Dann folgte eine klangliche Explosion, mit der sie schon ihr Publikum in der Stadthalle mitgerissen hatte, um zum Schluss hauchte sie wieder ganz sachte Töne in den Saal.

Der final angedeutete Kuss aufs Mikrofon erlaubte eigentlich keine Zugabe. Doch das Sextett auf der Bühne legte natürlich, vom tosenden Beifall aus den Zuhörerreihen gefordert, mit "Route 66" noch einmal nach.(aga)

 

Holsteiner Allgemeine, 02.03.2011

Konzertnachlese

Jessy Martens + Band beim Eröffnungskonzert des Kulturmärz Glückstadt

Gewagt – Gewonnen!

Jessy Martens und Band stand auf dem Programm und wer im Internet ein wenig gesurft hatte, wusste, auf was er sich freuen konnte. Eine gewaltige junge Blues- und Soulröhre, verteilt auf gerade Einmeterzweiundfünfzig. Was allerdings nicht in den zurecht enthusiastischen Kritiken stand, war, dass Jessy Martens von einer jungen Band voller großartiger Musiker begleitet wird, die ihr Können und ihre Spielfreude am vergangenen Freitag auf der kleinen aber feinen Bühne völlig auslebten. Der beeindruckende schwarze Gesang der extrovertierten Bühnenshow wurde immer wieder unterbrochen durch Instrumentalsoli von Gitarre (Roman Werner), Bass (Tom Rohloff), Keyboards (Jan Fischer) oder Schlagzeug (Christian Kolf). Große Musik im kleinen Rahmen, Konzertsaal-Atmosphäre im Wohnzimmer.

Danke an Frau Dr. Berents, dass sie den Mut hatte, dieses tolle, temperamentvolle Event in ihre heiligen Hallen zu holen – das beeindruckende Detlefsen-Museum war eine wunderbare Umgebung – Dank auch an den Sponsor und Veranstalter Dr. Helm.

Gerhard Blasberg

 

Kieler Nachrichten

Konzertnachlese
Bluesfestival Kiel mit Alabama Haircutters, Jessy Martens + Band, 21.02.2011, Dede Priest, Miller Anderson

Entfesselte Wirbelwinde

Üppige Stimmen sorgten für eine großartige Stimmung beim 13. Internationalen Blues Festival in der Räucherei

von Dieter Hanisch

…für den Rest des Abends sieht man einen Teil der Kölner Band intensiv vor der Bühne tanzen, denn von Minute zu Minute springt der Blues-Groove über zu den Besuchern, und daran hat in erster Linie eine 23-Jährige Schuld: Jessy Martens. Wie entfesselt rockt und röhrt der nur 1,52 Meter große Bühnen-Mittelpunkt, dass der in ihrer Band an den Keyboards sitzende Jan Fischer nicht zu Unrecht davon spricht, dass hier Hamburgs beste Bluesstimme seit Inga Rumpf heranreift.

Die Ausstrahlung des Wirbelwindes heizt die Stimmung gewaltig an. Mit ihrer neuen Youngster-Besetzung plus „Oldie“ Jan Fischer ist Jessy Martens deutlich rockiger geworden. Bei Duffys Mercy stürmt sie sogar ins Publikum. Neben ihr fühlt sich der erst 21-jährige Roman Werner pudelwohl. Seine viel beklatschten Gitarrensoli sind die Entdeckung des Abends, so wie er einst als Achtjähriger beim Autowaschen mit dem Vater Jimi Hendrix hörte und „entdeckte“, woraufhin in ihm der Entschluss reifte, genau so in die Saiten zu greifen. Und auch für Tom Rohloff am Bass und Christian Kolf am Schlagzeug gilt: Dieser Crew gehört die Zukunft!

 

Ibbenbührener Volkszeitung, 07.02.2011

Konzertnachlese

Jessy Martens + Band

Kleine Gestalt mit riesiger Energie

Jessy Martens überzeugt im Dörenther Kulturspeicher mit ihrer Band

Von Wilm Froese

DÖRENTHE. Eine Stimme auf die Hamburg 40 Jahre habe warten müssen, so wurde Jessy Martens am Freitagabend im Kulturspeiche in Dörenthe von ihrer Band angekündigt. In der Tat ist der damit angesprochene Vergleich mit Inga Rumpf nicht zu hoch gegriffen. Wie die 23-Jährige, mal mit Urgewalt, mal hauchzart, ihre knapp 20 sehr unterschiedlichen Titel sang, das packte die mehr als 100 Zuhörer vom Beginn an.

Weder die Sängerin noch ihre vier Begleiter an den Instrumenten hätten eine derart massive elektronische Unterstützung nötig, wie sie in dem doch recht kleinen Raum die Fenster zum rhythmischen Erzittern brachte. Manche Feinheit ging dabei verloren, der man gern nachgespürt hätte. Als Beispiel sei „Summertime“ angeführt, mit dem der erste Teil schloss. Die Ausdeutung des Wiegenliedes aus Gershwins „Porgy and Bess“ umfasst im Arrangement des Pianisten Jan Fischer sowohl die beschützende Liebe als auch das – sehr – kraftvolle Aufschwingen in den Sommerhimmel, von dem der Text spricht. Jessy Martens´ Stimme führt den Zuhörer, wohin sie will. Ihre Technik trägt immer, und die Präsenz der kleinen Gestalt mit der riesigen Energie ist überwältigend.

Ob Jan Fischer am Keyboard sie mit seiner ausgefeilten Technik und Musikalität eher lenkt oder begleitet, bleibt unentschieden. Roman Werner an der Gitarre lässt es flirren, oder er trumpft richtig auf. Tom Rohloff am Bass sorgt für den hörenswerten Untergrund. Und Christian Kolf an den Drums ist die hanseatische Ruhe selbst, aber unerschütterlich im Rhythmus.

Alle fünf, die derzeit als „Jessy Martens + Band“ einen richtig vollen Terminkalender abarbeiten, erwiesen sich als fähige Jazzer mit interessanten Solo-Improvisationen von deutlicher Eigenständigkeit. Ob wohl noch jemand die Gitarre auch mal mit dem Mund zupft? Hier entwickelt sich ein Ensemble mit viel Können und Kreativität. Zwar stand mit „Touched My Blues“ erst ein eigenes Werk auf dem Programm. Doch die Arrangements mehr oder minder bekannter Titel wie der einführende „Good Morning Blues“ des legendären „Leadbelly“ Huddie Ledbetter oder „Mercy“ von Duffy und Steve Booker zeigen einen eigenen Weg.

Schon das „Yeah Yeah Yeah“ am Anfang hatte wesentlich mehr Kraft als bei Duffy. Ein bisschen überrascht allerdings zeigte sich Jessy Martens in ihrer Conférence, dass das Publikum nicht enthusiastischer „Yeah Yeah Yeah“ wiederholte. Wirklich gute Mitmacher sind die Ibbenbührener halt nicht. Trotzdem zeigten die sich im Blues-Rhythmus bewegenden Füße, Hände oder Köpfe, dass man mitging mit der Sängerin und den Instrumentalisten. Ganz sicher hat der Fachdienst Kultur der Stadt Ibbenbühren mit deren Verpflichtung einen guten Griff getan. Die sympathischen fünf sind den großen Worten der Vorankündigungen mehr als gerecht geworden. Jessy Martens + Band haben in Dörenthe viele Anhänger gewonnen.

 

Kieler Nachrichten

28.10.2010

Konzertnachlese

Jessy Martens + Jan Fischer´s Blues Support

Mal Vamp, mal Vulkan

Energiebündel Jessy Martens riss das Publikum im KulturForum mit

Von Dieter Hanisch

Kiel. Wenn dieses 1,52 Meter kleine Persönchen losschmettert, springt vom ersten Moment an der Funke ins Publikum über, und so wird auch im KulturForum aus der Kehle der Hamburger Sängerin Jessy Martens ein beeindruckender Flächenbrand mit Blues, Soul, Jazz, Swing und Boogie entfacht. Diese Stimme, bereits im Teenageralter durch eine Musicalausbildung und regelmäßigen Gospelgesang geschult, lässt mit warmwohligem Timbre jede herbstliche Ungemütlichkeit vergessen. Die Entdeckung der heute 23-Jährigen vor knapp sechs Jahren im Hamburger Cotton Club war einer dieser Glücksmomente, die jede noch so durchgestylte, professionelle und geschäftstüchtige Castingshow im TV in den Schatten stellt. Mühelose Oktavensprünge, ein Hauchen, Röhren, rauchiges Intonieren – Martens kann ihren Stimmbändern spielend das zum jeweiligen Song passende Feeling entlocken.

Vier Jahre ist es her, dass sie sich zuletzt in Kiel hat sehen lassen. Seitdem hat sie Entertainerqualitäten entwickelt, animiert zum Mitsingen und –klatschen, weiß ihren Hüftschwung einzusetzen und versteht es, sich mal als lasziver Vamp, mal als feuriger Vulkan zu inszenieren. Die Textzeile „I´m not that woman who keeps quiet“ aus I´m No Sophisticated Mama glaubt man aufs Wort. Und Gershwins Summertime aus Porgy & Bess demonstriert, dass sie auch bei Balladen eine gewaltige Ausstrahlung entwickelt.

Links und rechts begleiten Jessy Martens Jan Fischer (Klavier) und Ralf Böcker (Saxofon). Hinter ihr trommelt Christian Kolf. Ein richtiges Powerpaket – komplett in Schwarz gekleidet, passend zur Musikfarbe. Fischer bearbeitet die Tasten meist „volle Pulle“, Böcker hält mit prächtig coolen Soli „volle Kanne“ dagegen. Auch Kolf liefert ein vollblütiges Solo ab. Bis auf das grandiose, aus Fischers Feder stammende I´m No Sophisticated Mama ist es ein Cover-Abend. Von dem Quartett aufgefrischte Klassiker von Ray Charles, Koko Taylor, Jimmy Reed, Bonnie Raitt stehen ebenso auf der Settlist wie Duffys Mercy.

Zur ersten Zugabe des fetzigen Louis-Jorden-Oldies Let The Good Times Roll teilt sich spontan Kiels Boogie-Pianist Georg Schroeter, der als Besucher den Gig bis dato verfolgt hatte, den Klavierhocker mit Jan Fischer. Den Abschluss bildet der Evergreen Route 66. Und so unkompliziert wie auf der Bühne gibt sich Jessy Martens auch anschließend im Smalltalk mit dem Publikum.

 

Lippisches Kultur-Journal / Lippische Landes-Zeitung

Dienstag, 12. Oktober 2010

Jessy Martens verzaubert die Residenz

Mehr als 400 Besucher erleben das 15. Detmolder Blues-Fest

Von AGA

Detmold. Mit 15 Jahren ist man im besten Teenager-Alter. Das Blues-Fest Detmold strahlte in seiner 15. Auflage ebenfalls jugendliche Frische aus, mit der die Interpreten ihr Publikum in Schwingung versetzten. Dabei waren es vor allem die getragenen Titel, die bei mehr als 400 Besuchern eine wohlige Gänsehaut hervorriefen.

Dafür sorgte gleich zu Beginn Jessy Martens. Unglaublich, mit welcher Stimmgewalt die erst 23-Jährige die komplette Stadthalle in ihren Bann zog. „Sie ist jetzt schon seit fünf Jahren auf Tour“, unterstrich Pianist Jan Fischer, der die Sängerin, die als herausragendes Talent der deutschen Bluesszene gilt, am Flügel begleitete. Seither habe sie sich schon auf fast 300 Konzerten ihre Fangemeinde ersungen. Jetzt kommen auf jeden Fall zahlreiche Lipper hinzu.

Ihre „spezielle Version“ von Ray Charles „Halleluja“ reißt von den Sitzen, obwohl es eine ehr getragene Nummer ist. Die klare, trotzdem auch ein wenig rauchiges Bluesflair vermittelnde Stimme macht Lust auf mehr. Diese befriedigt das Temperamentbündel sofort. Bei ihrer wundervollen Interpretation von „Summertime“ geht in der Stadthalle deutlich nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal die Sonne auf.

Nach der Zugabe „Let The Good Times Roll“ ist auch Moderator Dieter Kropp völlig aus dem Häuschen: „Ich bin mir sicher, dass wir die Zwei nicht das letzte Mal in Detmold gesehen haben.“

Den Eindruck gewinnt der Zuhörer auch bei der Band von Thorbjörn Risager. (…)

 

Saarbrücker Zeitung

31. August 2010

Konzertnachlese

Jessy Martens + Band

von Stefan Uhrmacher

Jessy Martens trumpft zum Ende der Schloss-Saison auf

Saabrücken. Welch eine Sängerin! Jessy Martens war sicherlich die Entdeckung des Sommers bei „Sonntags ans Schloss“. Am Sonntag gestaltete die erst 22 Lenze junge Hamburgerin mit ihrer Band im gut besuchten Schlossgarten die letzte Matinee dieser Saison der Umsonst-und-draußen-Reihe.

Martens kann auf eine glänzende Zukunft hoffen und sich bereits zu den besten deutschen Blues-Sängerinnen zählen. Das zierliche Energiebündel nennt nicht nur ein markant rauchiges und kraftvolles Timbre sein Eigen, sondern bringt dieses auch ungekünstelt und ohne falsches Pathos ans Hörerohr. Stimmakrobatik – der spontanen und unprätentiösen Art – kam hier ebenso vor wie Reduzierung auf das Wesentliche: Seele und Emotion. Eine Frontfrau, die bei den gestandenen Begleitern um den Blues-Pianisten Jan Fischer in guten Händen ist. Ob nun Blues in memoriam T-Bone-Walker, Soul à la Ray Charles oder Noten aus eigener Feder – Martin Friedenstab (Gitarre), Andrew Krell (Kontrabass) und Christian Kolf (Schlagzeug) hatten stilsichere Schwingungen parat.

Eine geschmackvolle Programmauswahl für die hinter uns liegenden Konzerte von „Sonntags ans Schloss“ bescheinigte sich Claude Adam-Brettar. Inhaltlich habe der Jahrgang 2010 bislang „das stärkste Programm“ geboten, so der künstlerische Leiter. Entsprechend soll im nächsten Jahr fortgefahren werden: mit Blues bei den Matineen und jungen Bands zwischen Rock und Pop plus einigen A-cappella-Abstechern zu den Soireen.

„Wir hoffen, dass es weitergeht“, muss Adam-Brettar einschränken. Denn ob die Reihe 2011 stattfinden kann, hänge davon ab, ob der Regionalverband Geld zur Verfügung stellt. (…)

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung

08.02.2010

Konzertnachlese Bischofsmühle Hildesheim

Atemberaubend …

von Claus Kohlmann

Das wird mit Sicherheit Diskussionen geben, und nicht jeder wird es hören wollen, aber die Vereinigten Staaten haben uns einiges voraus. Zumindest in manchen Musikstilen, die historisch bedingt in Amerika entstanden und gewachsen sind. Der Blues gehört dazu. Sänger und Sängerinnen sind mit diesem Genre fest verknüpft, es herrscht beinahe so etwas wie Gleichberechtigung, auch in Sachen Erfolg und Berühmtheit, zumindest gibt es viel mehr „Blues-Ladys“ als Hierzulande. Die sind hier immer noch Exoten.

Die „neue Lady im Blues“, Jessy Martens, gastierte jetzt erstmals in der Bischofsmühle, begleitet von „Jan Fischer‘s Blues Support“. Der Legende nach, die Bandleader und Pianist Jan Fischer vor einem der Songs zum Besten gab, ist es nur einem Zufall in einem Hamburger Jazz-Keller zu verdanken, dass Jessys Talent und Begeisterung für Blues entdeckt wurde. Und dass diese Begeisterung anhält, zeigte die kleine Sängerin mit der großen Stimme das gesamte Konzert über.

Sie ist eigentlich ausgebildete Musical- Sängerin und sang einige Jahre lang auch Solo-Stimme in Gospel-Chören. Das merkt man. Ihre Stimme ist einfach großartig. Jessy Martens beherrscht einen riesigen Tonumfang und jedwede Art von Interpretation, Artikulation und Modulation. Atemberaubend sicher wechselt sie von gehauchten Zeilen zu kristallklaren Passagen. Außerdem kann sie, wie die großen Jazz-Diven, ihrer Stimme auch ein kleines bisschen Dreck beimischen, sie anrauen, was ihr den letzten bluesigen Schliff verleiht.

Was Jessy Martens auf der Bühne veranstaltet, ist allerdings nichts für ausgewiesene Blues-Puristen, wittern diese doch zuviel „Musical“ in ihren Vorträgen. Schieben wir diesen Einwand mal in Richtung „Geschmackssache“, denn dem überwiegenden Teil des Publikums gefällt‘s. Abgesehen davon ist das vokale Können des 1,52 Meter kleinen Energiebündels so gut, dass man sich an ihre Art des Interpretierens schnell gewöhnt hat. (...)

 

Verdener-Aller-Zeitung

18.01.2010

Konzertnachlese

Das Publikum grölte, was das Zeug hält

Jan-Fischer-Bluesband kam mit Stimmwunder Jessy Martens in die Alte Kornbrennerei - Da blieb niemand ruhig

Von Volkmar Koy

VERDEN • Die "Konkurrenz" war so vielfältig wie das Nudelangebot beim Italiener um die Ecke. Und dennoch, es war kein Einheitsbrei, welcher der relativ übersichtlichen Zuschauerzahl am Freitagabend in Glander's Alter Kornbrennerei geboten wurde. Es war vielmehr ein Blues-Highlight der Extra-Klasse, sicherlich schon einer der Höhepunkte im Jahresrhythmus des Vereins Verdener Jazz-und Blues-Tage. (…)

Jessy Martens, eine Röhre, die ohne Zweifel als die beste derzeitige Blues Stimme Deutschlands bezeichnet werden kann.

Zum ersten Mal hatte der Verein, nachdem er sich mit Kornbrennerei- Chef Ehler Bartelsen auf ein laufendes Konzertprogramm geeinigt hatte, einen Pflock besonderer Güte eingeschlagen. Es sollen im Laufe des Jahres noch weitere folgen.

Zweieinhalb Stunden flogen die Finger Fischers über die Tasten, zweieinhalb Stunden bemühte das 22-jährige Ausnahmetalent Martens alle Oktaven ihrer wundervollen Stimme. Das war überragend. In der Tat hatten sich die beiden Protagonisten mit Saxophonist Ralf Böcker und Schlagzeuger Christian Kolf zwei Mitstreiter an Land gezogen, die so trefflich in das angerührte Gemisch aus Ragtime, Blues, Rock 'n' Roll und Balladen passten. Und das erst 22-jährige, mit reichlich Sex-Appeal ausgestattete Multi-Talent, war kaum zu bremsen. Schon nach dem zweiten Song war das Publikum hellwach gerüttelt von einer Stimme, die ihres gleichen sucht. Klar ist auch, die Band darf wiederkommen, nein, muss sie sogar.

  Konzertnachlese

Traunsteiner Tageblatt 12.12.2009

Hundertfünfzig Zentimeter Energie rocken den Mühlwinkl

Mitreißendes Konzert von „Jessy Martens & Jan Fischers Blues Support“ auf der Staudacher Musikbühne

„Seid ihr gut drauf? Dann macht schon mal die Tische frei, sonst mache ich das nachher!“ Das war die vollmundige Ansage, des 1,5 Meter großen Energiebündels Jessy Martens auf der Bühne des Gasthofes Mühlwinkl. Und dieses erst 22-jährige sexy Etwas hielt mühelos sein Versprechen. Schon nach dem zweiten Song war das Publikum hellwach gerüttelt von einer Stimme, die Ihresgleichen sucht.

Die war gewaltig! Deren enorme Kraft zeigte sich, als die junge Frau später ohne Mikrophon und anderen Schnickschnack ins Publikum lief und stichprobenartig einzelnen den kraftvollen Refraingesang vorsang, den es einzuüben galt. Da reichte diese unverstärkte Stimme leicht über die Mauern des gut besuchten Saales hinaus und war auch in den Nebenräumen noch laut, klar und stark zu vernehmen.

Und dann das Stimmrepertoire, das sich noch am ehesten mit dem Lieblingsstück von Jessy Martens widerspiegelte. „Summertime“ aus Gershwins „Porgy & Bess“ klang da zuerst zart, beinahe zerbrechlich vor den trefflich gesetzten Piano-Akzenten Jan Fischers. Die Töne fein getragen und mit Timbre in der Stimme. Kaum zu glauben, dass es die gleiche Sängerin war, die dann im Mittelteil mit gewaltiger Bluesstimme den Song schmetterte, dass der Raum zu eng zu werden drohte. Vier Oktaven mal eben rauf und runder, als wäre das nichts. Die Sängerin selbst dabei völlig natürlich, als sei das alles das Normalste von der Welt. Ständig im witzigen Zwiegespräch mit dem Publikum, wirbelte und tanzte Jessy in den Songs über die Bühne, die ganze Frau nichts als Rhythmus und Spaß an der Musik.

Natürlich bildete sie den Mittelpunkt, aber perfekt war das Konzert durch die Mitmusiker. Das war der renommierte Bluespianist Jan Fischer, der in seinem Metier zur ersten Liga Deutschlands gehört. Er brachte den Drive der Sängerin mit seinem Instrument so richtig voran, unterstrich gefühlvoll die Nuancen und bestimmte eindrucksvoll das Tempo. Gut zur rockigen Stimme der Sängerin passte die Gitarre von Martin Friedenstab, die auch in vielen Soli vortrat. Andrew Krell am Kontrabass und der vielseitige Christian Kolf am Schlagzeug standen ihnen in nichts nach. Auch das Publikum war mit dröhnendem Applaus dabei.

Erstklassiger Blues, mal schwer und drückend, dann kräftig und dröhnend, rasende Boogieläufe, schöne Gitarrensoli und glänzend aufgelegte Musiker – das hatte nichts mehr mit der „Jan Fischer Bluesband“ zu tun, die ursprünglich auf der Riverboat-Shuffle ein eigenes Blues-Programm überzeugend durchgezogen hatte, zu dem damals Jessy Martens nur als Joker immer mal wieder gesangliche Höhepunkte setzte. Im Mühlwinkl war das ein rundes, kraftvolles Bandprojekt, in dem der Pianist und die junge Sängerin den Ton und die Richtung in eine erfolgreiche Zukunft vorgaben. Wenn sich diese Musiker auch weiterhin so gut verstehen, wie das jetzt zu erkennen war, wird man diese Namen noch oft hören. So wurde aus dem erwarteten gemütlichen Musikabend ein grandioses Musikerlebnis, das man am liebsten gleich noch einmal genießen möchte.

Lukk

  Cellesche Zeitung

21. September 2009

Downtown New Orleans ganz nah an Bergen
Boogie Night lässt das Stadthaus beben

Mitreißendes Konzert mit drei hochkarätigen Formationen begeistert das Publikum

Von Hartmut Jakubowsky

BERGEN. „Are you ready for the Boogie Woogie?“ schallt es von der Bühne und ein vielstimmiges und langgezogenes “Yeah” kommt aus dem Saal zurück. Wer sagt denn, die norddeutschen seien stur und brauchten Zeit, ehe sie aus sich rausgingen und auftauten? Alles nur Ammenmärchen. Jedenfalls dann, wenn man die erste „Internationale Bergener Boogie Night“ im Bergener Stadthaus zum Maßstab nimmt: Da bebte schon nach wenigen Minuten der Fußboden, da wackelten die Wände und zitterte im Dachstuhl das Gebälk, da blieb man nur mühsam auf den Stühlen sitzen, wiegte sich in den Hüften, klatschte im Rhythmus und ließ sich auch nicht lange zum Mitsingen bitten. Jazz, Blues, Soul und vor allem fetziger Boogie Woogie standen auf dem Programm und gleich drei hochkarätige Formationen sorgten für erstklassigen Sound und großartige Stimmung. Dazu begeisterte die erst 21 Jahre alte Hamburger Powerfrau Jessy Martens, ein hüpfendes hopsendes, springendes und tanzendes Energiebündel mit tiefschwarzer „Rockröhre“ und unglaublicher Bühnenpräsenz das Publikum.

„Wer heute Abend zu Hause bleibt, ist selbst schuld“, hatte der veranstaltende Kulturkreis und sein rühriger Vorsitzender Heinz-Jürgen Hamann im Vorfeld verlauten lassen und ein „absolutes Highlight“ versprochen. Übertrieben war das nicht.

Den schwungvollen Auftakt machten im Memphis-Sound mit satten Schlagzeug-Grooves und einem fetzigen Waschbrettsolo Micha Maas im „Come back Baby home“, mit hinreißenden Gitarren-Slides Ryan Donohue im „Hey, Babe“ und mit aufregenden Bluesharmonika-Klängen von Henry Heggen die Crazy Hambones.

Virtuoses pianistisches Können demonstrierte danach solistisch Daniel Paterok. Auf dem Jazz- und Boogie-Piano gilt der erst 24-jährige Münsteraner als ausgesprochener Shooting-Star. Ob kräftig zupackend mit perlenden Arabesken im „Blue Tango“ oder in Pete Johnson´s witzig mit klassischen Zutaten gewürztem „Flying High“-Boogie – das war schlichtweg exzellent.

Die Musik der Sängerin Jessy Martens, begleitet vom Hamburger Top-Pianisten Jan Fischer & Band schließlich ging direkt ins Blut – brodelnd, explosiv, entfesselt. Ob „Stormy Monday“, „Trying to make a living“ oder „Mercy“, an diesem Abend war Downtown New Orleans in Bergen so nah wie nie und die Begeisterung riesengroß.

 

Peiner Allgemeine Zeitung
16.03.2009

Im Strudel des Blues
Jazz-Keller-Atmosphäre statt Dachboden-Salon-Ambiente: Jessy Martens begeistert im „Hummer“

Musikalische und gesangliche Profession trifft charismatische Begabung: Sängerin Jessy Martens und Jan Fischer am Piano boten Blues und Boogie-Woogie der Spitzenklasse in Hummers Kultursalon

Von Ulrich Jascher

Hohenhameln-Soßmar. Nicht auszudenken, was aus ihr geworden wäre, hätte beispielsweise Dieter Bohlen sie entdeckt! Allen Blues- und Boogie-Woogie-Göttern sei gedankt, dass sie Jessy Martens vor vier Jahren eher zufällig in den renommierten Hamburger Jazz-Tempel Cotton Club lenkten, wo sie mit ihrem Gesang dem Hamburger Jazz-Pianisten Jan Fischer auffiel.
Mit ihm und dem Schlagzeuger Christian Kolf war die inzwischen 21-jährige Sängerin in Hummers völlig ausgelastetem  Kultursalon mit Blues- und Boogie-Woogie zu Gast.

Nun ist die gepflegte Echtholz-Atmosphäre in Hummers elegantem Dachboden-Salon-Ambiente genau das Gegenteil einer rustikalen Jazzkeller-Umgebung. Um aber das Publikum genau in die dort übliche Stimmung zu versetzen, bedarf es neben hervorragender musikalischer und gesanglicher Profession auch noch einer gewissen charismatischen Begabung. Über dies alles verfügt Jessy Martens dank ihrer fröhlichen und jugendlich-offenen Unbefangenheit, sodass es ihr tatsächlich gelingt, die zunächst freundlich abwartenden Zuhörer nicht nur so weit aus der Reserve zu locken, dass sie ihrer Zufriedenheit lautstark Ausdruck geben, sondern sogar honorarfrei als Background-Chor einsteigen.

Das hat seinen Grund. Martens hat zwar bereits im zarten Alter von 16 Jahren eine Ausbildung zur Musical-Sängerin erhalten und wirkte fortan als erste Stimme in diversen Gospel-Chören mit. Seit sie aber ihre Liebe zu Blues und Boogie entdeckte, scheinen sich ihre Stimmbänder reflexartig dieser Gunst angepasst zu haben. Martens klingt schwarz, mal samtig weich, in hohen Passagen makellos und unangestrengt und genießt in den leisen Nummern sichtlich ihre stimmlichen dunkel-erotischen Stärken im Tonkeller. Das alles würzt sie mit einer großen Portion selbstbewusster Bühnenpräsenz, mit der sie immer wieder an Liza Minelli erinnert.
Gemeinsam mit ihrem „Chef“ am Piano und dem sich zwar vornehm zurückhaltenden, aber dennoch angenehm präsenten Schlagzeuger reißt sie das Publikum in einen Strudel aus Blues-Nummern, in dem man gerne mit ihr versinkt. Ihre Interpretation von Gershwins Summertime zum Beispiel als süß-warmes Wiegenlied beginnend explodiert es förmlich in einem Rausch aus Blues- ebenso wie Martens begeisternde Version  von Mercy, nach der sich das Publikum kaum noch einkriegt. Beachtlich auch die musikalische Harmonie mit Fischer am Flügel, der mit links Akkorde wuchtet und es mit rechts tremolierend trillern und klingeln lässt, betörend und ungestüm wie kunstfertig und in Nummern, die jede für sich gleich doppelt so lange hätte dauern können.Sagen wir es mit Mikis Theodorakis: Je schlechter die Zeiten, desto besser die Kunst.

 

Jessy Martens & Jan Fischer´s Blues Support
Trevor Richard´s Allstars
Aesch, Schweiz, 22.internationale Jazznight, 08.03.2008

13. März 2008 - Wochenblatt

Eine Bluesstimme mit Zukunft

Mit zwei Top-Formationen verwöhnte der Jazzclub Aesch Pfeffingen das Publikum der Jazz Night

Am letzten Samstag fand in Löhrenacker die 22. Jazz Night statt. Die Blues- und Jazzmusiker ernteten stehende Ovationen.

Von Thomas Brunnschweiler

Louis van der Haegen konnte zwei Perlen der klassischen Blues- und Jazzszene nach Aesch locken. Den Auftakt machten Jessy Martens und Jan Fischer’s Blues Support. Die erst 20-jährige Sängerin gilt in ihrer Heimatstadt Hamburg als eines der grössten Talente. Das Energiebündel hatte das Publikum schon nach den ersten Takten in der Tasche. Mit überschäumenden Temperament interpretierte sie den Ray-Charles-Klassiker „Mess around“ und den Song „Love me like a man“. In dem auch der Saxophonist Holger Werner brillierte. In „Trying to make a living“ heizte Jan Fischer mit seinem Piano zusätzlich ein.
In der gelungenen Interpretation von Gershwins „Summertime“ bewies Martens, dass sie auch im lyrischen Bluesfach zu Hause ist. Auf den Song „Sweet home, Chicago“ folgte ein rasend schneller Boogie. Das Klaviersolo von Fischer und der Groove des Bassisten Andrew Krell verwandelten den Saal in einen Hexenkessel. Hervorragend spielte auch Drummer Christian Kolf. Nach dem fetzigen „So let the good times roll“ erhob sich das Auditorium zu Standing Ovations. Jessy Martens’ tiefe, kraftvolle Stimme ist ein Rohdiamant, an dem sich noch schleifen lässt, vor allem in den höheren Lagen. Den Namen muß man sich auf alle Fälle merken.

 

11.März 2008 - MZ

Jessy Martens heizte dem Publikum tüchtig ein

Aesch Jazz Night lockte viele Fans an

„Einfach unglaublich, was diese kleine Person drauf hat“ staunten die Alesheimer Jazz-und Bluesfans Heidi und Markus Genkinger im Löhrenacker, nachdem Jessy Martens aus Hamburg ihre ersten Töne gehaucht und auch kraftvoll in den Saal getragen hatte. Zu Recht heißt das neueste Album der 20-Jährigen „That’s why I’m crying“. Ihr Repertoire ist schier unendlich.
Die knapp 150 Zentimeter große quirlige Frau reisst auch ihre Mitspieler der Jan Fischer Bluesband mit. Zunächst hatten die noch vermeintlichen Statistencharakter, dann aber liefen sie ebenfalls zur solistischen Hochform auf. Die Leute im fast bis aug den letzten Platz gefüllten Jazz-Mekka von Aesch hielten es kaum mehr auf den Stühlen aus. Aber kaum jemand wagte es, während der aufregenden Boogie-Woogie-Melodien auf dem glatten Parkett zu tanzen.
Beim soulig wohligen „Good Morning Blues“ lehnten sie sich vielmehr vergnügt zurück und lauschten atemlos dem Vortrag. Da gab Jessy Martens zu verstehen, dass sie äußerst modulationsfähig ist, aber auch noch Entwicklungspotential hat. Genau das habe die Jazz-Liebhaber begriffen, denn zu Recht wird die Sängerin auch „brodelndes sexy Bluesgebräu“ genannt, das schier überschäumt.
Nur nach mehreren Zugaben liessen die vorwiegend älteren Frau –und Herrschaften den noch ungeschliffenen Juwel mit einem leisen „good bye“ davonstürmen.

 

Presse / Homepage Review auf 09.11.2007
www.szene-insite.de

Szene-InSite Yesterday

Jan Fischer's Blues Support & Jessy Martens im Lichtwerk

Vom Start weg war das Konzert im Lichtwerk einfach nur gut. Jan Fischer's Blues Support machten sich und das Publikum erstmal mit ein wenig fetzigem Boogie-Woogie warm, und dann kam Jessy Martens - und es wurde Blues.
Quer durch den Garten, von Summertime bis Sweet Home Chicago, war von allem etwas dabei und angenehm frisch zubereitet. Das es nach den beiden Hauptgängen noch lecker Nachschlag gab, zeugt von Professionalität und echter Spielfreude, denn leider waren nicht gar so viele Gäste zu diesem 5 Sterne-Menue in Sachen Blues erschienen.
Wer nicht da war, hat eins der besten Konzerte des Jahres in der Region und mit Sicherheit die zur Zeit in Sachen Blues und Verwandte beste Stimme Deutschlands verpasst - Jessy Martens.


HJ. Baumann
 

…eine ganz Große von morgen!

Die gerade 20 Jahre alt gewordenen Hamburgerin hatte als erste Künstlerin der langen Nacht fast den schwersten Stand, waren die Reihen noch gelichtet und die Zuschauer noch nicht „warm“. Ihre ungewöhnliche Stimme mit der Bandbreite einer gestandenen Blues- und Soulsängerin, ihr selbstbewusster Auftritt, ihr Gespür fürs Publikum – die Fans im Event-Center haben da wohl eine ganz Große von morgen gesehen.

(aus: Westfahlen Blatt, 12.11.2007)

 

19-Jährige begeisterte ihr Publikum

Hohwacht – Jessy Martens war der Star des Abends, allerdings ohne Allüren. Die 19-Jährige begeisterte am Montag im Hohwachter Restaurant Seaside Lounge als Blues-Sängerin ihr Publikum und wurde frenetisch gefeiert.

Sie verstärkte das Duo Jan Fischer (Piano und Gesang) und Stefan Maus (Saxophon), gilt als größtes Hamburger Talent und war dort 2006 die Entdeckung des Jahres. Mit 16 hatte Jessy eine Musical-Ausbildung absolviert, jahrelang als Solo-Sängerin in Gospel-Chören mitgewirkt und sich als Senkrechtstarter der Hamburg School of Music entpuppt.

Ihre Fans werden es der gerade mal 1,52 Meter großen Sängerin verzeihen, das sie sich schließlich für den Blues entschieden ha und mit Jan Fischer ein mitreißendes Programm erarbeitet hat.

Von der Qualität ihrer kraftvollen, „schwarzen“ Stimme und der Bühnenpräsenz des Trios konnte sich das Hohwachter Publikum selbst einen Eindruck verschaffen. Die Begeisterung über dieses Abschlusskonzert der „Hohwachter Folknächte“ war so groß, dass die Musiker erst nach zahlreichen Zugaben „entlassen“ wurden.

(aus: Kieler Nachrichten, 08.08.2007)

 

Liebe zum Blues und viel Applaus

Jessy Martens und Jan Fischer Bluesband in der alten Kornbrennerei

Als großes deutsches Blues-Talent wir die Hamburgerin Jessy Martens gefeiert. Die zur Musical-Sängerin ausgebildete, erst 19 Jahre alte Sängerin, soll sich erst vor einem Jahr in den Blues verliebt haben. Am Freitagabend war sie gemeinsam mit dem erfolgreichen Jazz-Pianisten Jan Fischer und Band zu Gast in Glanders Kornbrennerei und sang sich dabei direkt in die Herzen des Verdener Publikums.

Als außergewöhnliches Musikerlebnis wurde der vom Verein Verdener Jazz- und Bluestage veranstaltete Abend von Gästen bezeichnet. Und das war nicht zu hoch gegriffen. Brodelnd, rockig oder mit sanften ruhigen Balladen, die Hanseatin zeigte die volle Bandbreite ihres Könnens und überzeugte genauso wie die Instrumentalisten in allen Bereichen.

Dicht drängte sich das Publikum in seinem Verlangen nach diesem musikalischen Hochgenuss vor der Bühne in der Kornbrennerei. Nur wer mehr Freiraum oder eine Abkühlung brauchte, wich auf den angrenzenden Sommergarten aus…..

(aus: Verdener Aller Zeitung 26.06.2007)

 

Brodelndes, sexy Bluesgebräu

… was auf dem Papier etwas verstaubt und nach dem üblichen superschnellem Klaviergerüttel im Bluesschema klingt, das bereiten Pianist Jan Fischer und sein musikalischer Partner Ralf Böcker am Saxophon als brodelndes, sexy Bluesgebräu auf, das mehr nach längst verfallenen Barrelhouses als nach Zeltfest-Boogie Woogie klingt.

Über weite Strecken des 2 Sets starken Programms agieren die beiden im Duo, spielen alte Nummern, aber keine ollen Kamellen und es ist erstaunlich, welche atmosphärische Dichte Fischer und Böcker erreichen, wie saftig und druckvoll der leicht angeraute, lässig low-fi übersteuerte Sound klingt, der auch Fischers Gesang noch stärker erscheinen lässt, als er sich auf seinen Studioalben anbietet. Eine Stimme übrigens, die nicht nur während der temporeichen Ansagen und Zwischengeschichtchen einem Götz Alsmann durchaus verwandt erscheinen.

Die solistisch nicht überzogenen Arrangements wirken immer frisch. Das liegt sicher auch daran, dass sich Fischer und Böcker nicht auf allzu ausufernde Soli einlassen, die die musikalische Aussage nur zerfasern, sondern stark auf die Kraft der Songs, auf die Explosivität ihrer Strukturen setzen.

Noch einen weiteren Schub erfahren die Arrangements, wenn sich Jessy Martens zum Duo gesellt. Gerade einmal 18 Jahre jung ist die Hamburger Sängerin, stellt sogar der Chef des Jazz-Cafes in einer spontanen Ansage zwischen den Sets fast schon fassungslos fest, und hat doch schon soviel Verve, Charisma und musikalische Kraft in der Stimme, dass man unwillkürlich manch erfahrener Kollegin einen Wechsel in ein anderes Fach empfehlen wollte. Aber man muss glücklicherweise nicht ungefragt unhöflich werden, schließlich ist keine andere Sängerin da, der man solche Ungeheuerlichkeiten an den Kopf werfen könnte …

von Manuel Weber, Kieler Nachrichten 29.07.06)